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Wettkampfsport

Leistungssportkonzept des WSV

Ziele des Wassersportvereins:
Der WSV möchte über seine eigene Jugendarbeit Sportler an die Weltspitze bringen. Der dazu erforderliche Leistungsaufbau im Kanurennsport vom Anfänger bis zum Spitzenathleten erfordert ein langjähriges, zielorientiertes Training. Dabei kommt es darauf an, in Trainigsstufen die vorgegebenen Trainingsinhalte und Trainingsumfänge einzuhalten. Im Nachwuchsbereich sollten jährliche Meistertitel, in einem langfristig angelegten Trainingaufbau, nur zweitrangig sein. Treten durch eine Nichteinhaltung der aufeinander abgestimmten Ausbildungsziele Defizite ein, sind diese im weiteren Verlauf des Trainigsprozesses nur schwer zu kompensieren. Deshalb sollten wir unser Leistungskonzept in der Trainingsarbeit auch umsetzen. Das höchste Gut unserer Sportler ist die Gesundheit, die haben wir trotz unseren hohen sportlichen Ziele zu bewahren.


Grundlage:
Als Grundlage unseres Vereinskonzeptes diente die Rahmentrainingskonzeption Kanurennsport des Deutschen Kanuverbandes vom Oktober 1997. Das WSV Leistunssportkonzept macht diese Rahmenkonzeption des DKV in Trainingsinhalte und Trainingsumfänge für "normale Vereine" umsetzbar. Unter "normalen Vereinen" verstehen wir Vereine ohne Sportinternat oder eine Anbindung an eine sportbetonte Schule. Das Hauptproblem, das es dabei zu meistern galt, war Möglichkeiten zu finden, die großen Trainingsumfänge ab der Jugendklasse in einem Verein umsetzen zu können.


Nachwuchsrekrutierung:
Eltern bringen in der heutigen Zeit, ihre Kinder immer früher in die Sportvereine. Wenn Kanuvereine Kinder erst in ihre Trainingsgruppen aufnehmen, wenn diese schwimmen können, bekommen sie dadurch meist nur noch Quereinsteiger. Deshalb sollten Kanuvereine auch Nichtschwimmern die Möglichkeit geben, Sport zu treiben. Der WSV beginnt, Kindern ab 3 Jahre Übungsstunden anzubieten. Viele dieser Kinder gehen mit 6Jahren in unsere Nichtschwimmergruppe oder gleich in unsere Paddelgruppe. In ganz kurzer Zeit ist unsere erste Kindergruppe überfüllt gewesen und wir haben eine zweite Kindergruppe angeboten. Zur Zeit haben wir 50 Kinder unter 6 Jahren in den Übungsstunden. Unsere Nichtschwimmergruppe hat 20 Kinder Tendenz steigend und auch im Schüler B Bereich trägt unser Konzept Früchte, Im Jahr 1998 konnten wir 25 Schüler B auf den Regatten melden. Der Zeitaufwand, einmal die Woche eine Übungsstunde mit 3-6 jährigen abzuhalten, ist relativ gering. Es ist also leichter für die Vereine, für eine Kindergruppe einen Übungsleiter zufinden, als eine Kanurennsporttrainer.

 
Talentfördergruppe:
Bis zu der Schüler A Klasse sind alle Maßnahmen mit einer großen Zahl von Sportlern durchzuführen. Der Verein kann also alle Maßnahmen jedem Sportler anbieten. Das Konzept ist ab der Jugend, nur für sehr stark motivierte Sportler, die sich hohe Ziele setzen, durchzustehen. Deshalb wird wie bisher für alle Sportler ein Training angeboten, das hohen Massstäben gerecht wird. Zusätzlich wird eine Talentfördergruppe eingeführt, diese Talentfördergruppe soll optimal gefördert werden. Mit den Mitgliedern der Talentfördergruppe wird eine Athletenvereinbarung abgeschlossen, die den Verein verpflichtet die Sportler zu fördern und den Sportler verpflichtet den Verein in der Laufzeit der Vereinbarung nicht zu wechseln. Die Laufzeit soll im normal Fall ein Jahr betragen.


Kinderübungsstunden 3-6 Jahre
Ausbildungsziele
•    Freudbetonte und vielfältige Gestaltung der Übungseinheiten
•    Motorisches Basistraining
•    Allgemeine Bewegungerfahrungen
Umsetzung:
Die Übungsleiterinnen bieten eine Übungsstunde an, die Kindern Spass macht. Durchgeführt werden z.B.: Singspiele, Kletterübungen, gymnastische Übungen, Laufspiele etc.
Trainingsumfang: 1,5h/ Woche

Anfängertraining 7-10 Jahre (Nichtschwimmer)
Ausbildunsziele:
•    Entwicklung allgemeiner koordinativer Fähigkeiten
•    Entwicklung allgemeiner konditioneller Fähigkeiten (Schnelligkeit, Ausdauer etc.)
Umsetzung:
Freudbetonte, vielseitige Bewegungserfahrungen in Form von gymnastischen Übungen, Ballspielen, grossen Sportspielen, leichtathletischen Übungen, Bewegungsspielen und Schwimmbadbesuchen.
Es werden aber auch schon wettkampfbezogene Läufe in den Übungsstunden durchgeführt.
4-5mal im Jahr nehmen die Kinder an Bambiniläufen teil, die bei Volksläufen durchgeführt werden. Auch Kinder in diesem Alter wollen schon an Wettkämpfen teilnehmen.
Trainingsumfang: 3h/ Woche
Umsetzung:
Es wird an 2 Trainingstagen in der Woche trainiert. Im Winterhalbjahr ist ein Tag für einen Schwimmbadbesuch vorgesehen.

Schüler B - Training bis 12 Jahre - Grundausbildung
Ausbildungsziele:
-Entwicklung allgemeiner koordinativer Fähigkeiten
-Entwicklung allgemeiner konditioneller Fähigkeiten (Schnelligkeit, Ausdauer etc.)
-Einführen in den Kanusport, erlernen grundlegender Techniken
-Begeisterung für den Kanusport steht im Vordergrund
Umsetzung:
-Große Zahl an Kindern in den Verein bringen
-Vielseitige Bewegungserfahrungen in Form von gymnastischen Übungen, Ballspielen, grossen Sportspielen, Schwimmen, leichtathletischen Übungen und Bewegungsspielen.
-Vielseitige sportartspezifische Grundausbildung z.B. mit: Rückwärts paddeln, fahren mit unterschiedlichen Bootstypen, ohne Paddel das Boot bewegen, erlernen der Rolle,
-Kanusportwettkämpfe bis zu Landesmeisterschaften
-Trainingslager in Form von Zeltlagern
Trainingsumfang: 5-7h/ Woche
Umsetzung:
Es wird an 3-4 Tagen in der Woche trainiert. Letztjährige Schüler B haben bei guten Trainingsleistungen die Möglichkeit, an einem 2wöchigen Trainingslager in den Osterferien teilzunehmen.

Schüler A bis 14 Jahre - Grundlagentraining
Ausbildungsziele:
-Weiteres Sammeln vielfältiger allgemeiner Bewegungserfahrungen
-Ausformen der kanuspezifischen Technik
-Entwicklung der allgemeinen und spezifischen Grundlagenausdauer
-Beginn der Entwicklung von Kraftfähigkeiten
-Entwicklung der spezifischen Schnelligkeit
Umsetzung:
-Nicht zu starke Spezialisierung auf den Kanusport, der spezifische Trainingsumfang sollte im Jahresdurchschnitt ca. 50% betragen, auch im Sommer sollten unspezifische Trainingseinheiten durchgeführt werden
-Trainingseinheiten die nur der Kanusporttechnik gewidmet sind mit theoretischen Trainingseinheiten, die die Kanusporttechnik behandeln.
-Allgemeine Grundlagenausdauer schaffen mit Läufen, spezifische Grundlagenausdauer wird schon mit GA1 Trainingsprogrammen entwickelt. Es ist darauf zu achten, dass die Pausen bei Schülern in den GA1 Einheiten lang sein sollen (2-3 mal 2000m mit 1000m Pause).
-Schulung der Kraft mit Kraftausdauertraining vorrangig mit dem eigenen Körpergewicht. Die Übungen sollten die allgemeine Kraftfähigkeiten schulen, nicht die kanusportspezifischen
-Die spezifische Schnelligkeit durch Start und Sprintübungen trainieren
-Wettkämpfe bis zu Deutschen Meisterschaften zur Formzuspitzung kein GA2 und Schnelligkeitsausdauertraining.
Trainingsumfang: 8-10h/ Woche
Umsetzung:
5 Trainingstage in der Woche
Wochenendtrainingslager 5-7 mal im Jahresverlauf, 2wöchiges Ostertrainingslager

Jugendtraining bis 16 Jahre - Aufbautraining
Ausbildungziele:
-Stabilisierung und Verfeinerung der Technik
-Entwickung einer hohen sportartspezifischen und allgemeinen Grundlagenausdauer
-Entwicklung der Schnelligkeitsfähigkeiten
-Entwicklung hoher allgemeiner Kraftfähigkeiten
Umsetzung:
-Techniktraining in Theorie und Praxis. Mit Hilfe von Videoaufnahmen Technikfehler analysieren und mit dem Sportler besprechen um Wege zu finden, den Fehler abzustellen.
-Umfangreiche spezifische Grundlagenausdauerprogramme gehören in dieser Klasse ganzjährig zum Trainingsprogramm. Unspezifische Grundlagenausdauer darf nicht vernachlässigt werden. Mit Hilfe von Laktatmessungen und dem Tragen von Pulsuhren soll die Belastungsintensität bei jedem Sportler optimal eingestellt werden.
-Schnelligkeitstraining im Boot gehört ganzjährig ins Trainingsprogramm.
-Beginn eines gezielten vielseitigen Muskelaufbautrainings zur Steigerung der Maximalkraft. Kraftausdauertaining in Form von Hallenzirkeltraining und Hantelzirkeltraining ergänzen das Maximalkrafttraining.
Trainingsumfang: 10-12h/ Woche
Umsetzung:
Eine Stundenzahl von 12h in der Woche im Jahresdurchschnitt ist mit einem reinen Feierabendtraining schwer zu leisten. Deshalb gilt es neue Wege zu finden, diesen Trainingsumfang zu gewährleisten. Wir haben in den letzten Jahren versucht, mit 2 Trainingslagern a`2 Wochen und Wochenendtrainingslager auf einen 12h Schnitt zu kommen und damit auch Erfolg gehabt. Es ist aber für Nebenberufliche Trainer vielleicht noch mit Familie schwer, alle diese Trainingslager zu leiten.
Die Sache muß professioneller angegangen werden.
4mal in der Woche soll nach der herkömmlichen Art nach 17.00 Uhr trainiert werden. 2 mal in der Woche kommen die Sportler direkt von der Schule in den Verein. Dies ist in allen Schularten ab 13.00 Uhr möglich. Es können an diesen Tagen 2 Trainingseinheiten absolviert werden. Der Verein muß für die Verpflegung sorgen und um eine Betreuung der Hausaufgaben. Wichtig ist dass die Betreuung der Hausaufgaben im Verein mindestens genau so gut oder sogar besser ist, wie zu Hause. Diese Möglichkeit der Trainingsumfangserweiterung läßt sich nur mit motivierten Sportlern durchführen und ist nicht zum Nulltarif zu haben. Aber Spitzenleistung gibt es nicht zum Nulltarif.

Juniorentraining - Anschlußtraining - ab 17 Jahre
Trainingsziele:
Anhebung der Umfänge in allen sportartspezifischen Anforderungen
-Weitere Verbesserungen der Grundlagen- und wettkampfspezifischen Ausdauer
-Aufbau anaerober Ausdauerkapazitäten
-Verbesserung der allgemeinen Kraftwerte
-Entwicklung spezifischer Kraftausdauer, spez. Schnellkraft und spez. Schnellkraftausdauer
-Stabilisierung und Weiterentwicklung der Fahrtechnik mit allen Möglichkeiten z.B.: Videoanalyse oder Messungen im Strömungskanal
Trainingsumfänge:12-15h/ Woche
Umsetzung:
Ab der Juniorenklasse werden die Probleme zum erreichen der Trainingsumfänge sehr individuell. Gymnasiasten gehen noch zur Schule und können nach dem in der Jugendklasse vorgestelltem Modell trainieren. Mit einem weiteren betreuten Tag können auch die in der Juniorenklasse erforderlichen Trainingsumfänge geleisten werden.
Junioren, die eine Lehre beginnen, haben es sehr schwer die geforderten Trainingsumfänge zu erbringen. Sie müssen fast ihre ganze Freizeit und ihren Jahresurlaub opfern, um einigermassen die Umfänge zu erreichen die erforderlich sind. Der Weltmeistertitel von Thorsten Müller zeigt jedoch, es ist auch in einer Lehre möglich, in der Spitze mitzufahren. Der Verein muss sich mit dem Sportler intensiv um seine berufliche Laufbahn kümmern, sonst ist sehr schnell ein langfristig aufgebautes Talent für den Kanusport verloren.

Leistungsklassetraining - Hochleistungstraining - 19 Jahre und älter
Trainingsziele:
-Erreichen der individuellen Höchstleistungen
-Weitere Umfangs- und Intensitätserhöhung in den Bereichen spez. Ausdauer und Kraft
-Optimale Entwicklung der kanusportspezifischen allgemeinen Kraft
-Gezielte Vorbereitung auf einen jährlichen Wettkampfhöhepunkt
-Alle erlaubten Möglichkeiten zur Leistungssteigerung nutzen z.B. Ernährungsberatung, biochemische Untersuchungen etc. Dies dient dazu um Mangelerscheinungen frühzeitig zu erkennen
- Ökonomisierung der Bewegungtechnik
Umsetzung:
-Trainingsumfänge weiter von Jahr zu Jahr steigern, stufenweise Erhöhung
-Mit verschiedenen Methoden des Maximalkrafttrainings, wird die Maximalkraft bis zu einem Optimum im Bezug auf das Körpergewicht gesteigert.
-Der Wettkampfhöhepunkt bestimmt das ganze Trainingsjahr. Durch zurückrechnen, ausgehend vom Wettkampfhöhepunkt, werden die einzelnen Trainingsphasen terminiert
-Laktattest zur Bestimmung der aerob-anaeroben Schwelle sollten selbstverständlich sein. Durch die hohen Trainingsumfänge kann es zu Mangelerscheinungen im Körper kommen, deshalb ist die Erstellung eines Blutbildes einmal im Jahr anzuraten. Eine Enährungsberatung kann zur Abstellung von Mangelerscheinungen beitragen.
-Fahrtechnik ständig weiter hinterfragen und wenn nötig optimieren
Bemerkung:
Ab der Leistungsklasse ist der Kanusportler oft am Scheideweg seiner sportlichen Laufbahn. Da ist auf der einen Seite, der Sportler muss sich eine gesicherte Existenz aufbauen, meist ist ein Lebenspartner da und auf der anderen Seite weiss er, der Weg in die Deutsche Spitze ist in der Leitungsklasse sehr weit. Den Weg mit einem normalen Feierabendtraining weiterzufahren, gehen immer weniger. Entweder sie Versuchen alles um in die Spitze zu kommen oder sie hören auf. Deshalb gibt es auch kaum noch LK2 Fahrer auf den Regatten. Die Vereine sind hier gefordert, den hoffnungsvollen Talenten den Weg zu ebnen. Aber auch weniger gut Sportler sollten motiviert werden weiter Kanurennsport zu betreiben. Für die jungen Leistungsklassefahrer wäre es wichtig, dass die Landesverbände die Struktur der "Talentförderung und Kaderbildung", die für alle Sportarten gilt, auch umzusetzen. Hauptkritikpunkt ist, man gibt hoffungsvollen Talente, die es nicht schaffen, gleich in den CP-Kader zu fahren, auch auf Landesebene keine Möglichkeit einer Kaderzugehörigkeit. Obwohl es nach den Richtlinien der "Talentförderung und Kaderbildung" des DKV möglich wäre, Sportler bis 22 Jahre im D3 oder D4 Kader auf Landesebene zu fördern. Die Vereine können nicht alles leisten was ein Kaderstatus an Vorteilen für einen Sportler bringt.

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